Plausch über OneNote und Windows am Microsoft-Stand der re:publica

Dieses Jahr habe ich im Rahmen meines Studiums die Möglichkeit auf der re:publica Konferenz in Berlin zu sein, auf der 3 Tage lang über Internet, Gesellschaft und Politik gesprochen wird. Microsoft ist mit einem Surface-Stand ebenfalls vertreten und so ließ ich es mir nicht nehmen, dort mal vorbeizuschauen und unter anderem mit Namensvetter Boris Schneider-Johne ins Gespräch zu kommen. Dabei sprach ich ihn auch auf die Tastaturkürzel-Problematik in OneNote an und er versprach, das an Thorsten Hübschen, seines Zeichens Office Chef für Microsoft Deutschland, weiterzureichen (Danke dafür!). Ebenfalls erfuhr ich von Boris ein paar Hintergründe zu Tastaturkürzel, die ich so noch nicht kannte. So sei Strg+Z absichtlich gewählt, da Z der letzte Buchstabe im Alphabet ist und man ja die letzte Aktion rückgängig machen möchte. In Modern-UI-Apps wiederum erscheint durch Eingabe von Win+Z die untere Icon-Leiste, denn auch hier sei durch das Z signalisiert, dass die Icon-Leiste [Anmerkung: sogenannter UI-Chrome] das Letzte sei, was man sehen möchte. Zugegebenerweise gehen den Entwicklern bei der Tastenbelegung natürlich auch irgendwann die Kombinationen einmal aus und so wurde eben beispielsweise das Teilen-Menü nicht auf Win+S (wie Share) oder Win+T gelegt sondern auf Win+H.

Wenn wir gerade schon von Windows sprechen: ich hatte Anfang 2014 im Microsoft-Community-Forum mal gefragt, ob es möglich ist, dass Apps sich ihre Position und Größe merken. Damals wie heute bekomme ich die Antwort: nö, geht nicht, nur dass ich diesmal noch ein paar Hintergründe diesbezüglich erfahren habe: Das App-Darstellung sei in Windows derart designt, dass bei App-Start davon ausgegangen wird, dass sie im Vollbild laufen soll. In der MANIFEST-Datei einer App kann man hingegen Windows mitteilen, welche Flächenanteile die App einnehmen kann und mit welcher Priorität eine App gestartet wird. Wenn ich Boris und seine Demonstration mit der Mail-App richtig verstanden habe, dann werden Bilder in E-Mailanhängen in der Foto-App größer geöffnet als Links in E-Mails, die im Internet Explorer geöffnet werden – eben weil ein Foto in seiner Pracht wichtiger sei als eine Webseite. Klingt nachvollziehbar, hilft mir mit meiner Messenger-App IM+ aber wenig, weil die App-Entwickler keine Möglichkeit haben, die App nicht im Vollbildmodus starten zu lassen.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Surface-Peripherie: Boris erklärte mir, dass das PowerCover in Deutschland noch nicht am Markt sei, da bei Prüfungsanstalten die Langzeittests bezüglich der Unbedenklichkeit des Akkus noch nicht abgeschlossen sind. [Anmerkung: Da gelten in Deutschland strenge Auflagen, damit nicht die gleichen Probleme wie mit verschmorten Samsung Galaxys (Video) auftreten.]

(Meta-Beitrag zum Workflow: kurz nach meinem Gespräch am Microsoft-Stand machte ich mir in OneNote ein paar Stichpunkte mittels der Funktion „neue schnelle Notiz“. Das klappt an sich auch hervorragend, da die Notiz ähnlich eines Klebezettels wenig Platz auf dem Bildschirm einnimmt. Was nur fehlte, war eine „Always on Top“-Funktion, da ich nebenbei bereits die nächste Vortrags-Mitschrift anfertigte und somit ein weiteres OneNote-Fenster offen hatte. Ebenso hätte mir diese Funktion eben beim Formulieren des Blog-Beitrags geholfen, da die Stichpunkte als Outline für diesen Beitrag dienen können. Tatsächlich gibt es genau diese Funktion in OneNote, allerdings ist sie nur erreichbar, wenn man durch die drei Punkte das Menüband im Programmfenster einblendet

Notiz in OneNote 2013, Toggle für Menüband anwählen

…und anschließend im Tab Ansicht auf Immer im Vordergrund klickt.

Menüpunkt Ansicht in OneNote 2013

Angenehm wäre es natürlich, wenn es dafür einen direkten Zugriff als Pin-Icon oder eine Tastenkombination geben würde)

Ordner-Einladungen mit der eigenen Dropbox verknüpfen

Dropbox an der Uni

Einige meiner Dozenten benutzen Dropbox, um mit den Teilnehmern Präsentationen und Paper zu teilen. Durch das Lernmanagementsystem LSF, welches an unserer Uni eingesetzt wird, kennen die Dozenten unsere Uni-E-Mailadressen. An diese Adressen werden dann meist auch die Ordner-Einladungen verschickt. Allerdings wird es spätestens im Masterstudiengang nicht so sein, dass die bei Dropbox hinterlegte Adresse der Uni-Mail entspricht. Öffnet man dann im Browser oder E-Mailprogramm der Wahl den Einladungslink, erscheint seitens Dropbox die Meldung, dass man sich bitte mit der passenden Uni-E-Mail einloggen soll.

Wenn die Einladungsadresse nicht der Dropbox-Adresse entspricht

Wenn die Einladungsadresse nicht der Dropbox-Adresse entspricht

Mailadresse entspricht nicht der Dropbox-Adresse

Was viele scheinbar nicht wissen: auch wenn der Einladungslink nicht an dieselbe Adresse ging, welches man für sein Dropbox-Konto benutzt, so kann man dennoch ganz einfach Link und Account miteinander verknüpfen, was ich im Folgenden erklären will:

Lösung: einfach ins Web-Interface einloggen

  1.  Statt in der Einladungsmail sofort auf den Link zu klicken, öffnet man per Linksklick in der Taskleiste auf das Dropbox-Icon dessen Kontextmenü. Klicke nun auf dropbox.com
    Kontextmenü von Dropbox
  2. Es öffnet sich im Standard-Browser die Dropbox-Seite. Das Interessante: man ist dank Kontextmenü-Link direkt im Web-Interface der eigenen Dropbox eingeloggt, wie man oben rechts auf der Seite erkennen kann (und natürlich an der Dateiliste)
    in Dropbox eingeloggter Nutzer
  3. Nun klickt man in der Einladungsmail auf den Link zum geteilten Ordner. Es öffnet sich ein weiteres Browser-Fenster und – voilà – Dropbox fragt dich, ob du in der Rolle des aktuell eingeloggten Dropbox-Nutzers den gewünschten Ordner zu deiner Dropbox hinzufügen willst.
    ist man als richtige Person eingeloggt?
  4. Per Klick auf Weiter öffnet sich das Web-Interface der Dropbox mit einem Dialogfeld zur Möglichkeit, den betreffenden Ordner zur Dropbox hinzuzufügen. Bestätige mit Annehmen.
    Ordnereinladung in Dropbox annehmen
  5. Fertig!

Microsoft startet OneNote Offensive (kostenlos, Mac Version, neue App-Anbindungen)

Da mache ich heute Nachmittag in der Uni-Bibliothek in der Pause einmal Facebook auf und bekomme lauter OneNote-Benachrichtungen zu sehen: einmal von der offiziellen OneNote-Facebookseite, die ich aufgrund von Einträgen zu Workflows und Tipps&Tricks empfehlen kann, und kurz darauf postet auch Mark auf seinem Blog Microle ein Update. Dort steht bereits alles Wesentliche:

1. es gibt nun eine Mac-Version
2. Mac- und Windows-Version werden kostenlos (Windows-Version mit Einschränkungen gegenüber der früheren Kaufversion, lässt sich auf besagte upgraden)
3. das Einfügen von Snippets aus dem Web oder anderen Apps in OneNote wird erleichtert (Web Clipper-Erweiterung für alle Browser, Office Lens für Windows Phone, Entwickler-API für leichtere OneNote-Integration in Drittanbieter-Apps)

Bild

Im Originalbeitrag im offiziellen OneNote-Blog stehen noch detailliertere Informationen. Schaut euch mal das Video zu Office Lens an, das Ding hat Potenzial zur Killer App, wenn es denn nur auch für andere Systeme verfügbar wäre. Prinzipiell verspricht auch CamScanner von der Firma IntSig intelligentes Verarbeiten fotografierter Dokumente. Auf der IFA 2013 hat Sony ihre Windows 8 Convertible-Reihe mit diesem Feature beworben. Leider ist die Windows 8-App derzeitig exklusiv nur für die VAIO-Geräte im Bundle zu haben (okay und allgemein für Windows Phone-Smartphones). Auf meine E-Mailanfrage im Dezember 2013 wurde mir allerdings vom Support mitgeteilt, dass eine allgemeine Modern UI App für den Windows Store in Entwicklung sei.

Abschließen möchte ich meinen Beitrag mit dem Hinweis, dass diesen Mittwoch, dem 19.3. um 17 Uhr deutscher Zeit auf Reddit ein Ask-me-anything mit den OneNote-Ingenieuren stattfindet. Die eine oder andere Frage hätte ich ja 🙂

Nachtrag 2014-03-26: englischsprachiges Follow-Up zum AmA

Einfügen-Taste auf dem Surface Pro mittels AutoHotkey nachrüsten (Update)

Vielleicht ist es manchem TypeCover- oder TouchCover-Besitzer noch gar nicht aufgefallen, aber diesen Tastaturen fehlt die Einfügen-Taste. Sowas merkt man zum Beispiel dann, wenn die Mindmapping-Software der Wahl (XMind) zum Einfügen neuer Unterknoten eben jene Taste benötigt (Update 2014-07-21: Tabulator-Taste tut auch! Siehe Microsoft-Forenposting Seite 3). Microsoft hat schon mindestens einmal die Funktionalität der Surface-Tastaturen mittels Firmware-Update aufgerüstet und beispielsweise Tastenkombinationen zum Einstellen der Bildschirmhelligkeit nachträglich eingebaut (Fn + Entf bzw. Fn + Rücktaste). Nicht so in diesem Fall: Abgesehen von der einblendbaren Bildschirmtastatur (einfach per Win + Q danach suchen) gibt es bis dato seitens Microsoft keine Unterstützung, um an die Einfügen-Taste zu gelangen. Im Folgenden möchte ich allerdings mit AutoHotkey ein Tool und damit eine Möglichkeit vorstellen, per eigener Tastenkombination die Einfügen-Taste zu emulieren.

AutoHotkey Skript

Mittels AutoHotkey lassen sich beliebige Aktionen per Knopfdruck automatisiert ausführen. Wer sich für die Makro-Funktionalitäten interessiert, dem ist eine eingehendere Recherche empfohlen. An dieser Stelle möchte ich einfach nur beschrieben, wie man die Einfügen-Taste durch die Tastenkombination AltGr + Entf realisiert. Nach Installation von AutoHotkey bejaht man die Erstellung des ersten Standard-Skripts und öffnet dieses im Texteditor der Wahl (Empfehlung: Notepad2 oder Notepad++). Gebt dort nun an beliebiger Stelle eine neue Zeile mit diesem Inhalt ein und speichert die Datei:

<^>!Del::Send, {Insert} ;  AltGr + Entfernen = Einfuegen

Damit ihr das nun testen könnt, muss man das Skript neu laden, indem man in der Taskleiste per Rechtsklick auf das AutoHotkey-Icon klickt und auf „Reload This Script“ linksklickt. Packt AutoHotkey in den Autostart von Windows, wenn ihr die Einfügen-Taste bei jedem Windows-Start direkt verfügbar haben wollt. Was die kryptischen Zeichen bedeuten, kann hier ganz gut nachgelesen werden. Kurzum: Mappe AltGr <^>! und Entfernen Del auf Einfügen Insert, während das Semikolon ; einfach einen Kommentar einläutet.

Nachtrag (11.03.2014): mittlerweile gibt es im Surface-Supportforum eine Reaktion von Microsoft. Der Unmut über die fehlende Insert-Taste oder vielmehr die fehlende Firmware-seitige Tastenkombination wurde gehört und an das entsprechende Team weitergeleitet, heißt es.

Verhunzte Tastaturkürzel in deutschen Programmversionen

Schon mal versucht, auf einer deutschen Tastatur die Tastenkombination STRG+UMSCHALT+[ zu drücken? Das geht leider nicht, denn anders als auf US-amerikanischen Tastaturlayouts gibt es bei der deutschen Belegung keine gesonderte [-Taste und STRG+UMSCHALT+ALT+8 (ALT+8 ergibt „[“ auf einer deutschen Tastatur) tut leider auch nicht. Leider haben das noch nicht alle Software-Entwickler oder Support-Mitarbeiter verstanden, wie man nachfolgend sehen kann.

Tastenkombinationen in OneNote 2013

Auszug der Tastenkombinationen in OneNote 2013 laut Support-Seite (Quelle: http://office.microsoft.com/de-de/onenote-help/tastenkombinationen-in-onenote-2013-HA102749248.aspx)

Aktuelles Beispiel und Ärgernis ist OneNote 2013. Problem 1: irgendwer hat bei Microsoft gepennt und bei der Auflistung aller Tastaturkürzel einfach die englischen Belegungen übernommen statt sie für die deutsche Version anzupassen (der Fettdruck entspricht eben ALT+UMSCHALT+F in der deutschen Version aller Office-Produkte und nicht STRG+B). Der Fehler liegt darüber hinaus nicht nur auf auf deren Support-Seite vor sondern leider auch, wenn man die Tastaturkürzel über die Hilfe via F1-Taste aufruft. Problem 2: auch wenn grundsätzlich solche Schnitzer wie „[“ als Tastenkombination in der deutschen Version nicht existieren, so tauchen dennoch vereinzelt unsinnige Belegungen auf. Zum Beispiel kann man mit STRG+ALT+Y eine Audioaufnahme in OneNote 2013 um 10 Sekunden zurückspringen, während analog ein Springen um 10 Sekunden nach vorn mit STRG+ALT+U erfolgen kann.

Tastaturkürzel zum Navigieren von Audioaufnahmen in OneNote 2013Guckt man mal auf die englische QWERTY-Tastatur, so liegen Y und U passenderweise nebeneinander. Naja, auf deutschen Tastaturen ist das jetzt eher nicht der Fall. Solche Dinge stören einfach meiner Meinung nach den Workflow. Ich hab mal geguckt: laut der MS-Webseite ist STRG+ALT+Z noch frei, aber wir wissen ja nun, dass die aktuelle Fassung keine gute Quelle ist 😉

Es ist ja jetzt nicht so, dass Office eine kleine Softwareperle eines US-amerikanischen Hobby-Programmiers wäre und es ist auch nicht so, dass der deutsche Markt ein unbedeutendes Nischendasein fristet. Insofern wundert mich sowas wirklich. Leider fallen mir in Software-Produkten regelmäßig derartige Fehler auf.

Kleiner Kaufratgeber: MS Surface RT 64 GB oder ASUS T100TA-DK002H

In der Facebook-Gruppe meiner Universität fragen Studenten immer mal wieder nach Kaufempfehlungen für das nächste Notebook. Vorhin wurde die Frage gestellt, ob das MS Surface RT mit 64 GB oder das ASUS T100TA-DK002H die bessere Wahl ist. Da ich bei Surface-Fragen immer hellhörig werde und gern meinen Senf abgebe, habe ich der Fragestellerin eine ausführliche Antwort geschrieben. Die will ich euch nicht vorenthalten. Das T100 von ASUS hatte ich zwar nie selbst in den Händen halten können, doch ich habe mit Neugierde einige Testberichte und Review-Videos dazu gesehen. Für den nachfolgenden Vergleich war ein Test von notebookcheck.com meine Grundlage.

Speicherplatz

32 GB für Windows 8 und Programme sind verdammt wenig Speicher, allerdings kann man für 46 EUR eine 64 GB MicroSDXC Karte bekommen (http://www.amazon.de/dp/B0084DWD4Q) und dann ist man gut ausgestattet.
Sieger: prinzipiell Surface RT, aber Speichererweiterung ist eine einfache Lösung um „auszugleichen“

Windows RT vs. Windows 8.1

Ich benutze mein Surface Pro vorwiegend als Windows-Notebook, konnte mich mit Modern UI Apps (das ist das, was auf dem Surface RT läuft) bisher nicht anfreunden.
Sieger: ASUS T100

Praxis

Der Standfuß-Mechanismus eines Surface-Geräts verbraucht auf Tischen mehr Platz als ein ASUS T100, was Öffnungswinkel ähnlich eines Notebooks und keinen festen Winkel wie das Surface RT erlaubt
Sieger: ASUS T100

Lautsprecher

Falls du mit deinem Notebook ab und an Musik über die eingebauten Lautsprecher hören möchtest: die in meinem Surface Pro 2 sind überraschend gut und da hat sich zum Vorgänger glaub ich nichts getan
Sieger: Surface RT

Akku

Kann ich mich nur auf Testaussagen verlassen, aber das ASUS T100 hält wohl doppelt so lang durch wie das Surface RT
Sieger: ASUS T100

Webcam

Kenne beide Webcams nicht, aber die im ASUS soll nicht dolle sein. Die im Surface RT ist vermutlich okay, aber auch nicht so gut wie eine aktuelle HD-Webcam, die man per USB anschließt. Falls dir sowas wichtig ist…
Sieger: Surface RT

Tastatur

Bei dem MediaMarkt Angebot [Anm.: worauf die Fragestellerin verlinkt hat] lag dem Surface RT das TouchCover bei. Das ist keine richtige Tastatur, sondern eine große „Stoffoberfläche“, die berührungsempfindlich ist. Wenn du viel am Smartphone tippst und mit fehlenden physischen Tasten kein Problem hast, gewöhnst du dich sicher auch an das TouchCover. Möchtest du andernfalls möglichst wie auf einer echten Tastatur mit Tastenhub schreiben, dann erfreu dich am ASUS.
Sieger: ASUS T100

MS Office

Beiden Geräten liegt MS Office 2013 bei. Zwar handelt es sich beim Surface RT zwangsläufig um „Modern UI“-Apps, allerdings habe ich in Erinnerung, dass MS es geschafft hat, dass sich Office auf Win RT wie Office auf normalem Windows anfühlt.
Sieger: unentschieden

Fazit

So mehr Punkte fallen mir gerade nicht ein. Addiert man die einzelnen Bereiche auf, gewinnt das ASUS mit 4 zu 2 gegen das Surface (Speicherplatz-Eigenschaft und Office sind unentschieden). Aber so zu rechnen ist natürlich Quatsch, denn du musst für dich selbst wissen, welche Eigenschaften dir wichtig sind und welche nicht. Zur Performance der Geräte kann ich nicht wirklich etwas sagen, Netbooks wie das ASUS T100 sind leider immer etwas schmalbrüstiger als „ausgewachsene“ Notebooks, aber die verbaute Baytrail-CPU soll vergleichsweise gut sein. Auf der anderen Seite laufen die Apps auf dem Surface RT sicherlich sehr flüssig, da es eben eine andere CPU-Architektur ist.

Zu guter Letzt

Ein anderer Student hat bei besagtem Facebook-Kaufentscheider-Aufruf noch das Asus Transformer Book Trio TX201LA ins Spiel gebracht (Testbericht hier). Seitdem ich mich im November 2013 dann für das Surface Pro 2 entschieden habe, hatte ich mir keine weiteren Notebooks mehr angeguckt oder darüber gelesen. Das Ding scheint jedenfalls ein sehr interessantes Gerät zu sein, aber wie schon ein Kommentator im Testbericht schreibt: wieso nicht gleich auch eine 3G bzw. LTE-Version vom Trio anbieten? Seitdem ich das iPad 3 Cellular habe, möchte ich eigentlich auf mobiles Internet nicht mehr verzichten und eingebaut ist alle mal besser als Tethering. Übrigens: Da ich meinen Vodafone-Datentarif für das iPad zum Ende Mai gekündigt habe (niemand braucht 5 GB monatlichen Traffic, geschweige denn zum einem Preis von 35 EUR), bin ich noch auf der Suche nach einem passenden Ersatz (1-2 GB; 7,2 MBit/s für mehr so 10 EUR). Für Empfehlungen bin ich also offen 🙂

Moto G erkennt SIM-Karte nach Software-Update nicht mehr (Workaround)

Am 21.02.2014 ist für das Motorola Moto G das Softwareupdate 176.44.1 erschienen, welches zahlreiche Fehler beheben sollte (siehe Caschys Beitrag). Gestern spielte ich das Update dann auf mein eigenes Gerät, nur um nach dem Neustart festzustellen, dass meine SIM-Karte von simyo nicht mehr erkannt wird. Über eine Google-Suche konnte ich bislang zwei Suchergebnisse ausfindig machen, wo Leute über dasselbe Problem klagen. Da der Motorola-Support auch noch nichts von dem Problem wusste und lediglich „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ oder „mal mit anderer SIM-Karte probieren“ als Vorschläge parat hatte, hier meine vorübergehende Lösung, die bei anderen vielleicht ja auch klappt:

Versucht im laufenden Betrieb die hintere Abdeckung abzunehmen und die SIM zu entfernen und direkt wieder einzusetzen. Bei mir kam darauf die PIN-Abfrage und ich kann wieder telefonieren. Das klappt allerdings nur bis zum nächsten Neustart des Handys, denn schaltet man das Gerät aus und wieder ein, muss die Prozedur mit dem Neueinsetzen der SIM wiederholt werden.

Ich schreibe ja, dass es sich lediglich um einen Workaround handelt. Es wäre schön, wenn Motorola mit einer dauerhaften Lösung daherkäme.

Nachtrag: mittlerweile hat René Hesse von mobiflip.de aus den Forenerkenntnissen sowie Kommentaren aus einem früheren Artikel (= meine beiden ursprünglichen Quellen) einen entsprechenden „Motorola Moto G: SIM-Karten-Problem nach Firmware-Update + Bugfix-Tipp“-Beitrag geschrieben. Der besagte Bugfix-Tipp ist derselbe, den ihr auch hier lesen könnt, denn der ist ja von mir 😉 Find ich dennoch eine gute Sache, da mobiflip sicherlich exponentiell mehr Leute erreicht als mein Blog hier. Insofern hoffen, dass Motorola etwas dazu zu sagen hat.