Gillette Body Rezension

Ach ja, da war ja noch was: meine Rezension zum Gillette Body, von dem ich im letzten Beitrag noch sprach. Trnd wurde nicht müde, per E-Mail daran zu erinnern, bis zum 28.08. doch das Produkt bei Amazon mit einer Bewertung zu versehen. Als ich dort meine Rezension abschicken wollte, staunte ich nicht schlecht, dass es für einen 6,99 EUR Rasierer, der im Mai 2014 auf den Markt gekommen ist, bereits über 1000 Rezensionen gibt. Mussten wohl alles Teilnehmer des Trnd-Projekts gewesen sein. Die Durchschnittsbewertung lag übrigens bei 4 Sternen. Um mein eigenes Urteil zu lesen, müsst ihr nicht zu Amazon klicken, sondern könnt sie im Folgenden hier lesen:

Ich werde meine Rezension darauf auslegen, dass ich den Gillette Body mit dem Gillette Fusion ProGlide Power vergleiche, welchen ich seit ein paar Jahren besitze und ebenfalls zur Entfernung von Körperbehaarung einsetze (für’s Gesicht habe ich einen Elektrorasierer). Die Ersatzklingen des Body sind übrigens einzeln und wasserdicht verpackt, sodass man der Empfehlung Gillettes folgen und sie in der Dusche deponieren kann. Cleverer Schachzug: hat man die Ersatzklinge direkt bei Anwendung unter der Dusche griffbereit, wechselt man sicher häufiger und verbraucht mehr Klingen, was Gillette freuen wird.

Als ich das erste Mal den Gillette Body in die Hand genommen habe, war er erstaunlich leicht und erschien mir dadurch nicht übermäßig wertig sondern eher wie ein Einwegrasierer. Klar, denn der ProGlide Power hat ja auch eine AAA-Batterie eingelegt. Ich habe mich inzwischen an das geringe Gewicht gewöhnt, sehe darin also keinen Nachteil mehr.

Der Body ist wie der Name schon sagt darauf ausgelegt, Körperbehaarung zu entfernen. Dafür bringt er zwei „Features“ mit: das Daumenende sowie einen abgerundeten, generell schmaleren Klingenkopf mit vergrößertem Klingenabstand. Im Einzelnen bedeutet dies, dass das Griffende des Body so geformt ist, dass man gut einen Daumen darauf ablegen kann. Dies ist wohl dann praktisch, um den Rücken für eventuelle Rückenbehaarung besser zu erreichen und mehr Druck auf die Haut ausüben zu können. Ich konnte das zwar mangels fehlender Rückenbehaarung nicht testen, glaube aber, dass das tatsächlich vorteilhaft ist. Der verglichen mit dem ProGlide Power kleinere und abgerundete Klingenkopf hat mich jedoch mäßig überzeugt: Während beim ProGlide Power 5 Klingen ihren Dienst leisten, besitzt der Body nur 3, allerdings stimmt es tatsächlich, dass der vergrößerte Klingenabstand beim Body ein leichteres Auswaschen der Haare ermöglicht. Auf der anderen Seite bedeutet ein kleinerer Klingenkopf auch, dass weniger Fläche auf einmal rasiert werden kann und da ich mit dem größeren Kopf des ProGlide Power nie Probleme hatte irgendwelche Stellen zu erreichen, ist die Klinge für mich ein „unentschieden“. Ich konnte im Vergleich auch nicht ausmachen, dass der Body schneller rasiert (etwa weil die Rasierleistung konstant bleibt, da sich weniger Haare im Klingenkopf verfangen).

Wenn wir schon bei „im Vergleich“ sind: ich habe mir den Spaß erlaubt beide Körperhälften mit je einem Rasierer von Haaren zu befreien und ich sag mal so: beide Rasierer verrichten ihren Dienst anständig und sauber. Allerdings neigt mein Körper auch mit superduper Gillette Rasiergel bei manchen Partien nach der Rasur zu eingewachsenen Haaren, was mich vor einiger Zeit dazu bewogen hat, diese Stellen nicht zu rasieren. Leuten, die ebenfalls solche Probleme haben, sei aber gesagt, dass dieser Umstand leider auch beim Gillette Body nicht ausbleibt. Da ich den Tipp bekommen habe, dass sich dies nur durch konsequent häufiges Rasieren beruhigt, werde ich in einem Langzeittest sehen, ob diese Aussage stimmt.

Zu guter Letzt noch etwas, was Reisende stören wird: der Gillette Body besitzt keine Transportkappe, also eine Abdeckung aus Plastik, um ihn platzsparend und mit geschützter Klinge verstauen zu können. Klar kann man den Rasierer in Küchenpapier einwickeln, aber elegant oder praktisch geht anders. Bei meiner letzten Reise entschied ich mich daher auch lieber wieder für den zwar schwereren aber dank beiliegender Abdeckung besser zu transportierenden Gillette Fusion ProGlide Power.

Zusammengefasst:
+liegt gut in der Hand
+rasiert ordentlich
+Haare leicht auswaschbar
+in der Dusche lagerbare Ersatzklingen
-unnötig kleiner Klingenkopf
-verhindert keine eingewachsenen Haare
-keine Transportabdeckung

Macht für mich insgesamt 3 Sterne (mit Plastikkappe wären es 4, während der ProGlide Power direkt 4 verdient).

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Freiwillige vs. erzwungene Mundpropaganda

Ende Juni bekam ich überraschenderweise ein Paket vom Marktforschungsportal trnd.com. Darin enthalten war ein neu erschienener Rasierer der Firma Gillette, passend dazu Ersatzklingen sowie eine ganze Menge Marktforschungsunterlagen aka Propaganda-Material. Ich hatte mich Anfang des Jahres bei trnd angemeldet, weil ich hoffte, das damals vor der Einführung stehende Samsung GALAXY NotePRO 12.2 testen zu können, war jedoch nicht unter den 200 Auserwählten. Außerdem meinte eine Freundin, dass ich doch genau dem trnd-Beuteschema entsprechen würde, schließlich erzähle ich meinen Mitmenschen auch überschwänglich von gewissen WMF-Teigschabern, denn das will man bei trnd: Produkte ausprobieren und dann möglichst vielen Menschen davon berichten, im echten wie im virtuellen Leben.

Nun also der Gillette Body Rasierer speziell für den Mann und dessen Körperbehaarung. In vielen Mails oder Forenbeiträgen auf der Projektseite werden halbwegs kreative Anregungen genannt, wie man sich und den Rasierer ins Gespräch bringen kann (bei der Fußball-WM, im Freibad, beim Grillen oder gar als Spielchen auf Hochzeiten). Und man solle doch bitte gaaaaaanz viele Fotos machen, nicht nur beim Auspacken sondern, ja, auch beim Ausprobieren des Rasierers, um diese dann ins öffentlich einzusehende Portal hochzuladen. Und das taten anscheinend einige der 2500 Projektteilnehmer auch. Ich sag mal, in der Galerie gab es viele Männerbrüste unterschiedlichster Ausprägung in Vorher-/Nachher-Manier zu sehen. Ob ich auch Fotos gemacht habe? Ja für mich persönlich schon, um selbst nachvollziehen zu können, wie gründlich die Rasur ist. Aber für’s Veröffentlichen ist mir sowas zu persönlich. Wohlmöglich liegt es einfach an der Produktart, dass trnd und ich in dem Fall nicht so recht Freunde werden aka ich mich nicht so verhalte, wie trnd es sicher gern hätte: Einerseits darüber bloggen (*hust*, das mach ich hiermit sogar), aber andererseits Leuten den Rasierer zeigen und die im Lieferumfang enthaltenen Fragebögen von ihnen ausfüllen lassen. Das erinnert mich eher an Versicherungsvertreter und Tupperware-Party, worauf ich keine Lust habe und was ich vor allem als Belästigung meiner Freunde empfinde. Außerdem bekomm ich außer dem Testprodukt an sich keine Entlohnung sondern mache das auf freiwilliger Basis, womit wir beim Knackpunkt der Sache wären: Weitererzählen aus Überzeugung und nicht, weil ich’s müsste.

Im Weitererzählen aus Überzeugung bin ich weiterhin gut, wie Freunde und Bekannte erst kürzlich wieder feststellen konnten. Ich war vergangene Woche in meiner Heimat Berlin, besuchte dort unter anderem ein Theaterstück und ging spontan (übrigens ebenfalls auf Empfehlung) allein ins Kino. Bei beiden Events erzählte ich im Anschluss sowohl im Real-Life als auch auf Facebook, wie witzig Gutes Wedding, schlechtes Wedding und gut Boyhood doch seien – ganz freiwillig und vor allem aus der Überzeugung heraus, dass unterstützenswerte Dinge weitererzählt werden sollen. Der Rasierer hingegen ist in Ordnung, aber meiner Meinung nach nichts Besonderes. Doch auch Negatives soll man laut trnd über das Produkt sagen dürfen, die eigene ehrliche Meinung halt und insofern verhalte ich mich vielleicht letztlich doch so, wie trnd es gern gehabt hätte…

Die Twitter-Community für OneNote-Fragen nutzen

Seit meinem Besuch der re:publica im Mai bin ich unter die Twitter-Nutzer gegangen. Ich selbst schrei noch nicht so viele Dinge in die Welt hinaus (muss ja auch nicht), aber es ist prima, um schnell in Kontakt mit Entwicklern zu kommen. Seitdem Microsoft OneNote pusht und spätestens seit der Vorstellung und dem US-Launch des Surface Pro 3 gibt es über Twitter viele Tipps & Tricks im Umgang mit OneNote – und das ist gut so. An dieser Stelle möchte ich einfach nur auf ein paar Accounts verweisen und kurz zusammenfassen, was ich diese Woche an neuen OneNote Tricks dazugelernt habe.

Twitter für OneNote-Fragen benutzen

Twitter-Accounts

In Sachen OneNote folge ich:

Account

Inhalt

@msonenote

offizieller MS-Account, leider viel Marketing

@OneNoteC

Community-betriebener Account mit vielen Workflow-Tricks und „Did you know“-Tipps

@OneNoteDev

Anlaufstelle für Programmierer, die die OneNote-API nutzen wollen

@karstenulferts

privater Account von Karsten Ulferts, dessen Video2Brain-Tutorial für OneNote mein Einstieg war

Ich habe aus diesen 4 Accounts direkt mal eine Liste gebastelt, die ihr auf Twitter abonnieren könnt.

Auf @OneNoteC bin ich erst diese Woche aufmerksam geworden, nachdem sie einen meiner Tweets favorisiert haben. Unter diesem Account werden wirklich sehr brauchbare und kreative Lösungen gesammelt. Ebenfalls stammt von denen auch das OneNote Community Shared Notebook. Der Name ist Programm: Über OneNote online kann hier theoretisch jeder sein OneNote-Wissen in ein großes kollaborativ gepflegtes Notizbuch eintragen (theoretisch deshalb, weil es aktuell nur im readonly-Modus verfügbar ist). Das ist ein wahrer Schatz an Informationen, den ich bisher noch gar nicht groß erkundet habe, aber jedem wärmstens empfehle!

So und jetzt noch eine Auswahl an neuen (Bedien-)Erkenntnissen

Via Twitter neu gelernte Kniffe

F11 für Vollbildmodus

Alt+F1 um aus Notizbuch-Navigation eine Sidebar zu machen

Notizbuchseite als PNG exportieren

Das war’s auch schon. Ich hoffe ich hab euch Twitter als Informationsquelle näher bringen können 🙂

Ordner-Einladungen mit der eigenen Dropbox verknüpfen

Dropbox an der Uni

Einige meiner Dozenten benutzen Dropbox, um mit den Teilnehmern Präsentationen und Paper zu teilen. Durch das Lernmanagementsystem LSF, welches an unserer Uni eingesetzt wird, kennen die Dozenten unsere Uni-E-Mailadressen. An diese Adressen werden dann meist auch die Ordner-Einladungen verschickt. Allerdings wird es spätestens im Masterstudiengang nicht so sein, dass die bei Dropbox hinterlegte Adresse der Uni-Mail entspricht. Öffnet man dann im Browser oder E-Mailprogramm der Wahl den Einladungslink, erscheint seitens Dropbox die Meldung, dass man sich bitte mit der passenden Uni-E-Mail einloggen soll.

Wenn die Einladungsadresse nicht der Dropbox-Adresse entspricht

Wenn die Einladungsadresse nicht der Dropbox-Adresse entspricht

Mailadresse entspricht nicht der Dropbox-Adresse

Was viele scheinbar nicht wissen: auch wenn der Einladungslink nicht an dieselbe Adresse ging, welches man für sein Dropbox-Konto benutzt, so kann man dennoch ganz einfach Link und Account miteinander verknüpfen, was ich im Folgenden erklären will:

Lösung: einfach ins Web-Interface einloggen

  1.  Statt in der Einladungsmail sofort auf den Link zu klicken, öffnet man per Linksklick in der Taskleiste auf das Dropbox-Icon dessen Kontextmenü. Klicke nun auf dropbox.com
    Kontextmenü von Dropbox
  2. Es öffnet sich im Standard-Browser die Dropbox-Seite. Das Interessante: man ist dank Kontextmenü-Link direkt im Web-Interface der eigenen Dropbox eingeloggt, wie man oben rechts auf der Seite erkennen kann (und natürlich an der Dateiliste)
    in Dropbox eingeloggter Nutzer
  3. Nun klickt man in der Einladungsmail auf den Link zum geteilten Ordner. Es öffnet sich ein weiteres Browser-Fenster und – voilà – Dropbox fragt dich, ob du in der Rolle des aktuell eingeloggten Dropbox-Nutzers den gewünschten Ordner zu deiner Dropbox hinzufügen willst.
    ist man als richtige Person eingeloggt?
  4. Per Klick auf Weiter öffnet sich das Web-Interface der Dropbox mit einem Dialogfeld zur Möglichkeit, den betreffenden Ordner zur Dropbox hinzuzufügen. Bestätige mit Annehmen.
    Ordnereinladung in Dropbox annehmen
  5. Fertig!

Einfügen-Taste auf dem Surface Pro mittels AutoHotkey nachrüsten (Update)

Vielleicht ist es manchem TypeCover- oder TouchCover-Besitzer noch gar nicht aufgefallen, aber diesen Tastaturen fehlt die Einfügen-Taste. Sowas merkt man zum Beispiel dann, wenn die Mindmapping-Software der Wahl (XMind) zum Einfügen neuer Unterknoten eben jene Taste benötigt (Update 2014-07-21: Tabulator-Taste tut auch! Siehe Microsoft-Forenposting Seite 3). Microsoft hat schon mindestens einmal die Funktionalität der Surface-Tastaturen mittels Firmware-Update aufgerüstet und beispielsweise Tastenkombinationen zum Einstellen der Bildschirmhelligkeit nachträglich eingebaut (Fn + Entf bzw. Fn + Rücktaste). Nicht so in diesem Fall: Abgesehen von der einblendbaren Bildschirmtastatur (einfach per Win + Q danach suchen) gibt es bis dato seitens Microsoft keine Unterstützung, um an die Einfügen-Taste zu gelangen. Im Folgenden möchte ich allerdings mit AutoHotkey ein Tool und damit eine Möglichkeit vorstellen, per eigener Tastenkombination die Einfügen-Taste zu emulieren.

AutoHotkey Skript

Mittels AutoHotkey lassen sich beliebige Aktionen per Knopfdruck automatisiert ausführen. Wer sich für die Makro-Funktionalitäten interessiert, dem ist eine eingehendere Recherche empfohlen. An dieser Stelle möchte ich einfach nur beschrieben, wie man die Einfügen-Taste durch die Tastenkombination AltGr + Entf realisiert. Nach Installation von AutoHotkey bejaht man die Erstellung des ersten Standard-Skripts und öffnet dieses im Texteditor der Wahl (Empfehlung: Notepad2 oder Notepad++). Gebt dort nun an beliebiger Stelle eine neue Zeile mit diesem Inhalt ein und speichert die Datei:

<^>!Del::Send, {Insert} ;  AltGr + Entfernen = Einfuegen

Damit ihr das nun testen könnt, muss man das Skript neu laden, indem man in der Taskleiste per Rechtsklick auf das AutoHotkey-Icon klickt und auf „Reload This Script“ linksklickt. Packt AutoHotkey in den Autostart von Windows, wenn ihr die Einfügen-Taste bei jedem Windows-Start direkt verfügbar haben wollt. Was die kryptischen Zeichen bedeuten, kann hier ganz gut nachgelesen werden. Kurzum: Mappe AltGr <^>! und Entfernen Del auf Einfügen Insert, während das Semikolon ; einfach einen Kommentar einläutet.

Nachtrag (11.03.2014): mittlerweile gibt es im Surface-Supportforum eine Reaktion von Microsoft. Der Unmut über die fehlende Insert-Taste oder vielmehr die fehlende Firmware-seitige Tastenkombination wurde gehört und an das entsprechende Team weitergeleitet, heißt es.

Verhunzte Tastaturkürzel in deutschen Programmversionen

Schon mal versucht, auf einer deutschen Tastatur die Tastenkombination STRG+UMSCHALT+[ zu drücken? Das geht leider nicht, denn anders als auf US-amerikanischen Tastaturlayouts gibt es bei der deutschen Belegung keine gesonderte [-Taste und STRG+UMSCHALT+ALT+8 (ALT+8 ergibt „[“ auf einer deutschen Tastatur) tut leider auch nicht. Leider haben das noch nicht alle Software-Entwickler oder Support-Mitarbeiter verstanden, wie man nachfolgend sehen kann.

Tastenkombinationen in OneNote 2013

Auszug der Tastenkombinationen in OneNote 2013 laut Support-Seite (Quelle: http://office.microsoft.com/de-de/onenote-help/tastenkombinationen-in-onenote-2013-HA102749248.aspx)

Aktuelles Beispiel und Ärgernis ist OneNote 2013. Problem 1: irgendwer hat bei Microsoft gepennt und bei der Auflistung aller Tastaturkürzel einfach die englischen Belegungen übernommen statt sie für die deutsche Version anzupassen (der Fettdruck entspricht eben ALT+UMSCHALT+F in der deutschen Version aller Office-Produkte und nicht STRG+B). Der Fehler liegt darüber hinaus nicht nur auf auf deren Support-Seite vor sondern leider auch, wenn man die Tastaturkürzel über die Hilfe via F1-Taste aufruft. Problem 2: auch wenn grundsätzlich solche Schnitzer wie „[“ als Tastenkombination in der deutschen Version nicht existieren, so tauchen dennoch vereinzelt unsinnige Belegungen auf. Zum Beispiel kann man mit STRG+ALT+Y eine Audioaufnahme in OneNote 2013 um 10 Sekunden zurückspringen, während analog ein Springen um 10 Sekunden nach vorn mit STRG+ALT+U erfolgen kann.

Tastaturkürzel zum Navigieren von Audioaufnahmen in OneNote 2013Guckt man mal auf die englische QWERTY-Tastatur, so liegen Y und U passenderweise nebeneinander. Naja, auf deutschen Tastaturen ist das jetzt eher nicht der Fall. Solche Dinge stören einfach meiner Meinung nach den Workflow. Ich hab mal geguckt: laut der MS-Webseite ist STRG+ALT+Z noch frei, aber wir wissen ja nun, dass die aktuelle Fassung keine gute Quelle ist 😉

Es ist ja jetzt nicht so, dass Office eine kleine Softwareperle eines US-amerikanischen Hobby-Programmiers wäre und es ist auch nicht so, dass der deutsche Markt ein unbedeutendes Nischendasein fristet. Insofern wundert mich sowas wirklich. Leider fallen mir in Software-Produkten regelmäßig derartige Fehler auf.

Kleiner Kaufratgeber: MS Surface RT 64 GB oder ASUS T100TA-DK002H

In der Facebook-Gruppe meiner Universität fragen Studenten immer mal wieder nach Kaufempfehlungen für das nächste Notebook. Vorhin wurde die Frage gestellt, ob das MS Surface RT mit 64 GB oder das ASUS T100TA-DK002H die bessere Wahl ist. Da ich bei Surface-Fragen immer hellhörig werde und gern meinen Senf abgebe, habe ich der Fragestellerin eine ausführliche Antwort geschrieben. Die will ich euch nicht vorenthalten. Das T100 von ASUS hatte ich zwar nie selbst in den Händen halten können, doch ich habe mit Neugierde einige Testberichte und Review-Videos dazu gesehen. Für den nachfolgenden Vergleich war ein Test von notebookcheck.com meine Grundlage.

Speicherplatz

32 GB für Windows 8 und Programme sind verdammt wenig Speicher, allerdings kann man für 46 EUR eine 64 GB MicroSDXC Karte bekommen (http://www.amazon.de/dp/B0084DWD4Q) und dann ist man gut ausgestattet.
Sieger: prinzipiell Surface RT, aber Speichererweiterung ist eine einfache Lösung um „auszugleichen“

Windows RT vs. Windows 8.1

Ich benutze mein Surface Pro vorwiegend als Windows-Notebook, konnte mich mit Modern UI Apps (das ist das, was auf dem Surface RT läuft) bisher nicht anfreunden.
Sieger: ASUS T100

Praxis

Der Standfuß-Mechanismus eines Surface-Geräts verbraucht auf Tischen mehr Platz als ein ASUS T100, was Öffnungswinkel ähnlich eines Notebooks und keinen festen Winkel wie das Surface RT erlaubt
Sieger: ASUS T100

Lautsprecher

Falls du mit deinem Notebook ab und an Musik über die eingebauten Lautsprecher hören möchtest: die in meinem Surface Pro 2 sind überraschend gut und da hat sich zum Vorgänger glaub ich nichts getan
Sieger: Surface RT

Akku

Kann ich mich nur auf Testaussagen verlassen, aber das ASUS T100 hält wohl doppelt so lang durch wie das Surface RT
Sieger: ASUS T100

Webcam

Kenne beide Webcams nicht, aber die im ASUS soll nicht dolle sein. Die im Surface RT ist vermutlich okay, aber auch nicht so gut wie eine aktuelle HD-Webcam, die man per USB anschließt. Falls dir sowas wichtig ist…
Sieger: Surface RT

Tastatur

Bei dem MediaMarkt Angebot [Anm.: worauf die Fragestellerin verlinkt hat] lag dem Surface RT das TouchCover bei. Das ist keine richtige Tastatur, sondern eine große „Stoffoberfläche“, die berührungsempfindlich ist. Wenn du viel am Smartphone tippst und mit fehlenden physischen Tasten kein Problem hast, gewöhnst du dich sicher auch an das TouchCover. Möchtest du andernfalls möglichst wie auf einer echten Tastatur mit Tastenhub schreiben, dann erfreu dich am ASUS.
Sieger: ASUS T100

MS Office

Beiden Geräten liegt MS Office 2013 bei. Zwar handelt es sich beim Surface RT zwangsläufig um „Modern UI“-Apps, allerdings habe ich in Erinnerung, dass MS es geschafft hat, dass sich Office auf Win RT wie Office auf normalem Windows anfühlt.
Sieger: unentschieden

Fazit

So mehr Punkte fallen mir gerade nicht ein. Addiert man die einzelnen Bereiche auf, gewinnt das ASUS mit 4 zu 2 gegen das Surface (Speicherplatz-Eigenschaft und Office sind unentschieden). Aber so zu rechnen ist natürlich Quatsch, denn du musst für dich selbst wissen, welche Eigenschaften dir wichtig sind und welche nicht. Zur Performance der Geräte kann ich nicht wirklich etwas sagen, Netbooks wie das ASUS T100 sind leider immer etwas schmalbrüstiger als „ausgewachsene“ Notebooks, aber die verbaute Baytrail-CPU soll vergleichsweise gut sein. Auf der anderen Seite laufen die Apps auf dem Surface RT sicherlich sehr flüssig, da es eben eine andere CPU-Architektur ist.

Zu guter Letzt

Ein anderer Student hat bei besagtem Facebook-Kaufentscheider-Aufruf noch das Asus Transformer Book Trio TX201LA ins Spiel gebracht (Testbericht hier). Seitdem ich mich im November 2013 dann für das Surface Pro 2 entschieden habe, hatte ich mir keine weiteren Notebooks mehr angeguckt oder darüber gelesen. Das Ding scheint jedenfalls ein sehr interessantes Gerät zu sein, aber wie schon ein Kommentator im Testbericht schreibt: wieso nicht gleich auch eine 3G bzw. LTE-Version vom Trio anbieten? Seitdem ich das iPad 3 Cellular habe, möchte ich eigentlich auf mobiles Internet nicht mehr verzichten und eingebaut ist alle mal besser als Tethering. Übrigens: Da ich meinen Vodafone-Datentarif für das iPad zum Ende Mai gekündigt habe (niemand braucht 5 GB monatlichen Traffic, geschweige denn zum einem Preis von 35 EUR), bin ich noch auf der Suche nach einem passenden Ersatz (1-2 GB; 7,2 MBit/s für mehr so 10 EUR). Für Empfehlungen bin ich also offen 🙂