Sketching mit OneNote und dem Surface Pro

Während ich im Studium im ersten Semester als Surface Pro 2 Besitzer meist zusätzlich mein iPad mit in die Uni geschleppt habe, versuche ich dieses Semester weitestgehend ein Device zu nutzen: das SP2. Akademische Paper versuch ich mit Drawboard PDF zu lesen und zu annotieren (dazu mal mehr in einem anderen Posting), während ich zum Mitschreiben ja schon länger OneNote verwende. Da ich dieses Semester den Kurs „User Experience Design“ belege und wir dort immer wieder kurze Sketching Exercises bekommen, versuche ich einfach direkt neben meinen Mitschriften die Sketches anzufertigen. Die Vorteile des digital Inkings liegen auf der Hand: man kann mit der Rückseite des Stylus jederzeit Striche wieder löschen (Voreinstellung in OneNote ist der „Pinselstrichradierer“, aber über das Menü „ZEICHNEN“ und dann Radierer kann man auch ganz herkömmlich einen „pixelbasierten“ Radierer auswählen) und vor allem hat man in OneNote quasi Endlospapier und kann einfach zur Seite scrollen, um mehr Zeichenfläche zu nutzen. Natürlich kann man auch Zeichnungen jederzeit verschieben oder vergrößern. Damit das noch besser klappt, wünsche ich mir allerdings die Möglichkeit, Striche zu einer Gesamtzeichnung gruppieren zu können, damit man nicht jedes Mal erst mit dem Lasso-Werkzeug sorgfältig alle zugehörigen Striche markieren muss.

Anbei einfach ein paar „Zeichnungen“ (Disclaimer: digital Inking nimmt einem nicht das gut zeichnen können ab, hier übe ich mal fleißig weiter :D)

MännchenBild

Photo Tracing

Photo Tracing mit Foto

Quelle: Computerbild

Photo Tracing fertiger Trace

Außerdem habe ich bei meiner letzten Zugfahrt spontan meine „Sichtweise“ in OneNote gezeichnet:

Zugfahrt POV

Dabei ist mir aufgefallen, dass es in OneNote immer mal „Clipping“-Fehler gibt, d.h. ich habe mit dem Stift über eine Fläche gezeichnet, aber die vorherige Fläche wird plötzlich wieder an manchen Stellen sichtbar (in der rechten Bildhälfte bei der Sitzlehne und bei der Person). Das ist ärgerlich, aber auf der anderen Seite ist OneNote nun einfach mal kein ausgefeiltes Zeichenprogramm. Für die schnelle Skizze tut es auf jeden Fall!

Kleiner Kaufratgeber: MS Surface RT 64 GB oder ASUS T100TA-DK002H

In der Facebook-Gruppe meiner Universität fragen Studenten immer mal wieder nach Kaufempfehlungen für das nächste Notebook. Vorhin wurde die Frage gestellt, ob das MS Surface RT mit 64 GB oder das ASUS T100TA-DK002H die bessere Wahl ist. Da ich bei Surface-Fragen immer hellhörig werde und gern meinen Senf abgebe, habe ich der Fragestellerin eine ausführliche Antwort geschrieben. Die will ich euch nicht vorenthalten. Das T100 von ASUS hatte ich zwar nie selbst in den Händen halten können, doch ich habe mit Neugierde einige Testberichte und Review-Videos dazu gesehen. Für den nachfolgenden Vergleich war ein Test von notebookcheck.com meine Grundlage.

Speicherplatz

32 GB für Windows 8 und Programme sind verdammt wenig Speicher, allerdings kann man für 46 EUR eine 64 GB MicroSDXC Karte bekommen (http://www.amazon.de/dp/B0084DWD4Q) und dann ist man gut ausgestattet.
Sieger: prinzipiell Surface RT, aber Speichererweiterung ist eine einfache Lösung um „auszugleichen“

Windows RT vs. Windows 8.1

Ich benutze mein Surface Pro vorwiegend als Windows-Notebook, konnte mich mit Modern UI Apps (das ist das, was auf dem Surface RT läuft) bisher nicht anfreunden.
Sieger: ASUS T100

Praxis

Der Standfuß-Mechanismus eines Surface-Geräts verbraucht auf Tischen mehr Platz als ein ASUS T100, was Öffnungswinkel ähnlich eines Notebooks und keinen festen Winkel wie das Surface RT erlaubt
Sieger: ASUS T100

Lautsprecher

Falls du mit deinem Notebook ab und an Musik über die eingebauten Lautsprecher hören möchtest: die in meinem Surface Pro 2 sind überraschend gut und da hat sich zum Vorgänger glaub ich nichts getan
Sieger: Surface RT

Akku

Kann ich mich nur auf Testaussagen verlassen, aber das ASUS T100 hält wohl doppelt so lang durch wie das Surface RT
Sieger: ASUS T100

Webcam

Kenne beide Webcams nicht, aber die im ASUS soll nicht dolle sein. Die im Surface RT ist vermutlich okay, aber auch nicht so gut wie eine aktuelle HD-Webcam, die man per USB anschließt. Falls dir sowas wichtig ist…
Sieger: Surface RT

Tastatur

Bei dem MediaMarkt Angebot [Anm.: worauf die Fragestellerin verlinkt hat] lag dem Surface RT das TouchCover bei. Das ist keine richtige Tastatur, sondern eine große „Stoffoberfläche“, die berührungsempfindlich ist. Wenn du viel am Smartphone tippst und mit fehlenden physischen Tasten kein Problem hast, gewöhnst du dich sicher auch an das TouchCover. Möchtest du andernfalls möglichst wie auf einer echten Tastatur mit Tastenhub schreiben, dann erfreu dich am ASUS.
Sieger: ASUS T100

MS Office

Beiden Geräten liegt MS Office 2013 bei. Zwar handelt es sich beim Surface RT zwangsläufig um „Modern UI“-Apps, allerdings habe ich in Erinnerung, dass MS es geschafft hat, dass sich Office auf Win RT wie Office auf normalem Windows anfühlt.
Sieger: unentschieden

Fazit

So mehr Punkte fallen mir gerade nicht ein. Addiert man die einzelnen Bereiche auf, gewinnt das ASUS mit 4 zu 2 gegen das Surface (Speicherplatz-Eigenschaft und Office sind unentschieden). Aber so zu rechnen ist natürlich Quatsch, denn du musst für dich selbst wissen, welche Eigenschaften dir wichtig sind und welche nicht. Zur Performance der Geräte kann ich nicht wirklich etwas sagen, Netbooks wie das ASUS T100 sind leider immer etwas schmalbrüstiger als „ausgewachsene“ Notebooks, aber die verbaute Baytrail-CPU soll vergleichsweise gut sein. Auf der anderen Seite laufen die Apps auf dem Surface RT sicherlich sehr flüssig, da es eben eine andere CPU-Architektur ist.

Zu guter Letzt

Ein anderer Student hat bei besagtem Facebook-Kaufentscheider-Aufruf noch das Asus Transformer Book Trio TX201LA ins Spiel gebracht (Testbericht hier). Seitdem ich mich im November 2013 dann für das Surface Pro 2 entschieden habe, hatte ich mir keine weiteren Notebooks mehr angeguckt oder darüber gelesen. Das Ding scheint jedenfalls ein sehr interessantes Gerät zu sein, aber wie schon ein Kommentator im Testbericht schreibt: wieso nicht gleich auch eine 3G bzw. LTE-Version vom Trio anbieten? Seitdem ich das iPad 3 Cellular habe, möchte ich eigentlich auf mobiles Internet nicht mehr verzichten und eingebaut ist alle mal besser als Tethering. Übrigens: Da ich meinen Vodafone-Datentarif für das iPad zum Ende Mai gekündigt habe (niemand braucht 5 GB monatlichen Traffic, geschweige denn zum einem Preis von 35 EUR), bin ich noch auf der Suche nach einem passenden Ersatz (1-2 GB; 7,2 MBit/s für mehr so 10 EUR). Für Empfehlungen bin ich also offen 🙂

Erster Eindruck: Surface Pro Skin von DecalGirl

Als ich im November 2013 mein Surface Pro 2 erhalten habe, dauerte es weniger als eine Woche, bis ich auf der Rückseite einen permanenten Kratzer drinnen hatte. Passiert sein muss das, als ich im Vorlesungsraum in der Uni das Gerät mal nicht auf der TypeCover-Seite auf den Tisch gelegt habe. Ich war sauer, weil das Surface Pro als Business-Gerät beworben wird und die VaporMG-Legierung als „durable“, sprich langlebig, bezeichnet wird. Lange Rede, kurzer Sinn: ich hab mich nach einem Skin für die Rückseite umgesehen, bin bei DecalGirl fündig geworden und möchte hier meinen ersten Eindruck schildern.

DecalGirl

(Update: Mehr zum Shop und dessen Portfolio)
Aufmerksam geworden bin ich auf den US-Shop durch viele Postings auf Surfaceforums.net von glücklichen DecalGirl-Skin-Besitzern. Auf DecalGirl.com gibt es unfassbar viele Motive zur Auswahl, außerdem kann man sogar seine eigenen Entwürfe hochladen. Sehr praktisch ist, dass man bei gefühlt 90% aller Motive direkt eine Vorschau sehen kann, wie das Ganze auf/an dem Surface Pro aussehen wird (wie man das von T-Shirt-Shops kennt). Die Skins gibt es in Kombination für die Front- und Rückseite. Mich interessiert eigentlich ja nur ein Schutz für die Rückseite, aber der Gag ist, dass es zum Frontskin ein passendes Wallpaper gibt, welches nahtlos ineinander übergehen soll.

Bestellung und Lieferung

Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr lang zum Entscheiden brauche, das Motiv „Jean Map“ vom allseits bekannten Vlad Studio ist es letztlich geworden. Am 24.12. habe ich die Bestellung für umgerechnet 21,50 EUR inkl. Versand aufgegeben (bei Bestellungen bis Heiligabend gab es 25% Rabatt, aber ich vermute stark, dass es diese Aktionen häufiger gibt). Im Bestellvorgang kann man zwischen Glossy und Matte Finish wählen – ich entschied mich für matt, da ich kein Freund von Fingerabdrücken bin. Die Lieferzeit finde ich mit 3 Wochen angesichts der Feiertage zum Jahreswechsel in Ordnung. Der Skin kam per USPS First Class Mail stabil verpackt in einer Versandtasche aus Vollkarton an. Auf der Außenseite war die Zollerklärung angebracht, weshalb es auch hierbei keinen Stress gab.

Installation

BildDer Lieferinhalt umfasste in zwei Plastikhüllen verpackt:

  • abziehbarer Skin für Vorderseite
  • abziehbarer Skin für die Rückseite (2-teilig)
  • Installationsanleitung

Auf dem Abziehpapier des Frontskins stand nochmals der Download-Link für das dazugehörige Wallpaper, falls man die Auftragsbestätigungsmail verrafft hat (alternativ kommt man aber auch über den bei Bestellung erzeugten DecalGirl-Account ran). Allerdings habe ich bisher nur den zweiteiligen Skin für die Rückseite angebracht, aber vielleicht hol ich die Frontverschönerung später noch nach. Außerdem spiele ich mit dem Gedanken, eine Display-Schutzfolie zu probieren, die gegebenenfalls zwischen Surface und Skin anzubringen ist. Zur eigentlichen Vorgehensweise ist zu beachten, dass die Geräte-Rückseite mit einem Mikrofaser-Tuch (nicht im Lieferumfang, Brillenputztuch o. oder Ähnliches tut gut) vorher zu säubern ist. Laut Surface-Benutzerhandbuch kann man das Tuch auch zusätzlich mit Isopropylalkohol befeuchten, was ich getan habe. Die Skin-Teile müssen anschließend vom Trägerpapier abgezogen werden. Dabei ist zu beachten, dass der obere Skin zwei Aussparungen für die Rückkamera und dazugehörige LED hat. Bild

Beim Abziehen blieb das überschüssige Stickermaterial für die größere Kameraaussparung auf dem Trägerpapier, wohingegen ich bei der kleineren LED-Aussparung mit einem spitzen Gegenstand (Schere, Büroklammer) nachhelfen musste. Bei besagtem oberen Skin musste ich 3-4x neu ansetzen, um es wirklich millimetergenau auszurichten, damit nichts überklebt wird, was nicht überklebt werden soll. Der Skin ist zwar laut Anbieter nicht wiederverwendbar, allerdings klappt es im „frischen“ Zustand ganz gut, ihn zum Ausrichten nochmal sanft abzuziehen. Zu guter letzt habe ich noch mit einem Rakel (nicht im Lieferumfang) alles schön glatt gezogen, es geht aber sicher auch ohne, denn Blasenbildung war praktisch nicht wahrzunehmen.

Fazit

Die Passgenauigkeit des Skins ist super und die Installation einigermaßen einfach. Das Ergebnis ist ansehnlich, der Preis im Rahmen und ich muss mir nun hoffentlich weniger Gedanken um Kratzer machen. Ob es sich für den Dauereinsatz eignet, wird sich zeigen und später berichtet werden.

Bild