DesignByHumans: wenn User Experience Freude bereitet

Da soll noch einer sagen, dass Newsletter immer nur nervig sind: Der Newsletter vom Onlineshop DesignByHumans (bei dem ich vor einigen Jahren mal T-Shirts bestellt habe) motivierte mich gerade dazu, endlich damit anzufangen, auch mal kleine Beiträge zu schreiben über Dinge, die mir beim Browsen so auffallen.

Ich habe beruflich häufig mit der Usability von Onlineshops für Kleidung zu tun. Immer wieder sind wir auf der Suche nach Best Practices, die wir dann als Optimierungsempfehlung an unsere Kunden weitergeben können. Während im HCI-Studium in der E-Commerce-Vorlesung immer wieder gepredigt wurde, dass es unterschiedliche Arten von Gütern gibt und Klamotten zu den sogenannten Look & Feel Gütern gehören, die man zur Entscheidungsfindung eigentlich anprobieren und eben fühlen muss, bedeutet dies in der Praxis, dass ein solcher Onlineshop möglichst viele visuelle Informationen über die Kleidungsstücke rüberbringen muss. Dazu gehören auch so Informationen wie „fällt klein aus – bitte Nummer größer bestellen“ oder dass bspw. bei einer Abbildung am Model dazugeschrieben steht, wie groß diese Person ist und welche Größe sie trägt.

DesignByHumans hat mich heute nun gleich mit zwei Dingen entzückt:

  1. Fitguide: unterschiedliche Größen werden an einer Person gezeigt
    BP DesignByHümans - Fit Guide Veranschaulichung_cropped
    Zusätzlich zu der Info, wie groß und schwer die abgebildete Person ist wird hierbei einfach an derselben Person das gleiche T-Shirt in unterschiedlichen Größen gezeigt. So kann jeder für sich selbst einschätzen, wie eng oder weit er am ehesten das T-Shirt tragen möchte. Das Ganze gibt es dann von Hipster Hänfling bis LKW-Fahrer.
  2. Klickbare Größentabelle: passende Größe direkt übernehmen
    BP DesignByHümans - Passende Größe direkt übernehmen
    Größentabellen sind an sich nichts Neues. Was mir hierbei aber gefällt, ist dass man aus der Lightbox mit der Größentabelle heraus direkt die für sich passende Größe auswählen kann und diese dann auf der Produktdetailseite des T-Shirts übernommen wird. Das erspart Klicks und die gerade durch die Größentabelle gewonnene Erkenntnis kann direkt angewendet werden.

Während der Fitguide hilft, Unsicherheiten zu reduzieren, was meiner Meinung nach mit einer der Hauptabbruchgründe sein kann, sorgen so Funktionen wie die klickbare Größentabelle dafür, dass ich den Shop als „smart“ wahrnehme, weil er für mich mitdenkt und mittels „select“ der Größe direkt einen sinnvollen next step anbietet, der nicht nur die Lightbox schließt sondern direkt eine passende Aktion auf der Produktdetailseite ausführt. Sowas mag ich🙂

Bildquellen: http://www.designbyhumans.com/shop/t-shirt/aerial-acrobat/37346/

Gedanken zum Lesen: Augmented Annotator und bidirektionales Notetaking

So viele meiner Entwürfe oder Ideen schaffen es bislang nicht ans Tageslicht aka auf diesen Blog – das finde ich schade und möchte es gern ändern. Eine dieser Ideen entstand im Juni 2014 im Rahmen des Experience Design Kurses in meinem Master-Studium und es geht – na klar – ums Notetaking.

Ich will weiter gedruckte Bücher lesen. Ich mag es, ein Buch einfach aufschlagen und lesen zu können. Was ich doof finde, ist dass ich all die vielen interessanten Aussagen und zitierwürdigen Passagen nicht im Handumdrehen für später „abspeichern“ kann. Ich brauche Papier und Stift, um sie rauszuschreiben oder ich benutze mein Smartphone, um eine Seite abzufotografieren. Da es für mich total normal ist, Paper oder Slides auf dem iPad (mittels iAnnotate) oder meinem Surface Pro zu konsumieren, wünsche ich mir dieses „mal eben was highlighten“ auch echt gerne bei good old Büchern. Nun mag man sagen: „ehm, ja das gibt’s bereits und nennt sich Markerstift“. Aber…

  1. mag ich die Idee vom nicht-destruktiven Bearbeiten von Quellen.
  2. was macht man bei geliehenen Büchern – sei es aus der Bibliothek oder von Freunden? und
  3. die markierten Stellen möchte ich später wiederfinden und dafür nicht (blind) in Büchern kramen müssen

Man ist ja bei Google Glass noch auf der Suche nach geeigneten Use Cases, aber einer fiel mir ein, dass Google Glass für dieses Problem echt praktisch wäre: Mithilfe eines speziellen Stifts oder auch einfach nur mit dem Finger (als Werkzeug) könnten Passagen wortwörtlich im Handumdrehen markiert und für die persönliche Wissensdatenbank abgespeichert werden. Die Idee taufe ich auf den Namen Augmented Annotator und hier ist die Nutzungsweise:

  1. eine Papierseite, auf der man etwas Interessantes liest und für später aufbewahren will

    Schritt 0 - Ausgangszustand

    Schritt 1 – Ausgangszustand

  2. Textstelle mit dem Finger Stellen hervorheben (Google Glass müsste man dabei natürlich auf der Nase tragen, damit der Kontext, aka die Buchseite erfasst werden kann)

    Schritt 2 - Text mit dem Finger markieren

    Schritt 2 – Text mit dem Finger markieren

  3. mit Google Glass dann sichtbar auf der jeweiligen Buchseite

    Schritt 3 - Augmented Annotator in Aktion

    Schritt 3 – Augmented Annotator in Aktion

Okay, jetzt ist es gehighlighted, aber das Markieren von Textstellen bringt meiner Meinung nach nur etwas, wenn man sich diese Markierungen auch separat anzeigen lassen kann. Vor einem Jahr bin ich auf ein Paper von Bauer & Koedinger (2008) gestoßen, die mit dem „Highpad“ einen meiner Meinung nach super Ansatz verfolgen: Hervorgehobener Text wird automatisch in einer Textdatei abgespeichert, sodass nach dem Durcharbeiten eines Texts automatisch auch eine Art Zusammenfassung vorliegt (zusätzlich ist dieses Highpad in einer Art Splitscreen jederzeit zum Quellentext sichtbar, sodass man auch immer einen Überblick hat, was man da jetzt schon alles sich Wissenswertes rausgeschrieben hat).

Im Prinzip genauso macht es ja auch iAnnotate mit seiner Summary Funktion. Was ich nur dabei schade finde: Die Notizen will man im späteren Verlauf auch wieder dem Originaltext zuordnen – es handelt sich schließlich um Referenzen zum Text. Das Stichwort dafür heißt bidirektionale Verknüpfung – also dass man von der hervorgehobenen und herauskopierten Markierung auch wieder zurück zur Quelle gelangt. Hier zeigt nun OneNote, wie eine Lösung aussehen könnte: im sogenannten Andock-Modus (Strg + Alt + D) lassen sich verknüpfte Notizen erstellen. Aus Word oder dem Internet Explorer herauskopierter und in OneNote eingefügter Text erhält automatisch linkerhand ein Symbol, welches per Klick das Quelldokument an der passenden Stelle öffnet:

Lorem-Ipsum-Hervorheben-0

Random Text in Word-Datei

Lorem-Ipsum-Hervorheben-1

Da ist was Interessantes!

Verknüpfte Notiz in OneNote

Verknüpfte Notiz in OneNote

Das ist ziemlich cool, klappt aber leider bislang nicht mit PDF-Dateien – und wer hat/will schon Paper im Docx-Format lesen?

Warum ich das alles schreibe? Ich weiß mittlerweile, dass nicht jeder so scharf aufs Niederschreiben und „abheften“ von Dingen ist, wie ich es bin. Aber ich bin mir sicher, dass es noch genug andere Leute gibt, die solch einen Anwendungsfall mit der beschriebenen Lösung klasse fänden. Dieses Blog schreibe ich unter anderem aus dem Grund, meine Gedanken zum Notetaking strukturiert niederzuschreiben und andererseits in der Hoffnung, Gleichgesinnte kennenzulernen und mich mit ihnen vernetzen zu können. Also, was haltet ihr von Augmented Annotator sowie bidirektionalen Notizen? Ich glaube so mancher hätte sich sowas im Rahmen seiner Abschlussarbeit gewünscht!

Referenzen:

http://www.aobauer.com/highlighting.htm (Demo vom Highpad sowie die Erklärung und Paper zum Thema)

XMind Plus/Pro 2013 kostenlos bekommen

XMind ist meiner Meinung nach die beste (kostenlose) MindMapping-Software für Windows – und übrigens auch für Mac und Linux verfügbar. Mich überzeugen vor allem die intuitive Bedienung über Tastaturkürzel sowie ansehnliche Mindmaps. Die kostenlose Version bietet jedoch nur eingeschränkte Export-Möglichkeiten. Will man beispielsweise keine pixelige PNG-Grafik sondern in ein hübsches vektorbasiertes PDF-Dokument exportieren, lächelt einen dieses Pop-Up an:

XMind-Nagscreen-Plus-Lizenz

Doch Studenten erhalten bis zum 10.09.2014 einen kostenlosen Lizenzschlüssel für die Plus-Version, die besagten Export nach PDF, aber auch SVG sowie Office-Anwendungen ermöglicht. Lehrende können sogar die Pro-Version für lau bekommen, aber ob der im obigen Versionsvergleich aufgelistete Brainstorming- oder Presentation Modus jedoch taugt, kann ich als Plus-Besitzer nicht sagen. In beiden Fällen berechtigt ein entsprechender Nachweis, der beim Bestellvorgang hochgeladen wird, zum entsprechenden Key. Bei der Registrierung sollte man am besten die Uni-Mailadresse verwenden, es geht wohl aber auch ohne. Der ganze Vorgang geht sehr fix, binnen 20 Minuten hatte ich in meinem Posteingang den Lizenzschlüssel. Ich persönlich hatte übrigens schon vor 2 Jahren von einer solchen Aktion Gebrauch gemacht und dabei den Vorgänger XMind Plus 2012 abgestaubt. Durch das aktuelle Angebot habe ich nun auf die Version 2013 aktualisiert. Im Vergleich gibt es nun einen SVG-Export, neue Clip Arts und Marker und in der Mac-/Linux-Version ist es wohl nun erstmals möglich, auch ohne Office-Installation in die jeweiligen Formate zu exportieren. Eine vollständige Feature-Übersicht findet ihr hier. Dann mal viel Spaß damit!

Bildnachweis: http://www.xmind.net/de/

Gillette Body Rezension

Ach ja, da war ja noch was: meine Rezension zum Gillette Body, von dem ich im letzten Beitrag noch sprach. Trnd wurde nicht müde, per E-Mail daran zu erinnern, bis zum 28.08. doch das Produkt bei Amazon mit einer Bewertung zu versehen. Als ich dort meine Rezension abschicken wollte, staunte ich nicht schlecht, dass es für einen 6,99 EUR Rasierer, der im Mai 2014 auf den Markt gekommen ist, bereits über 1000 Rezensionen gibt. Mussten wohl alles Teilnehmer des Trnd-Projekts gewesen sein. Die Durchschnittsbewertung lag übrigens bei 4 Sternen. Um mein eigenes Urteil zu lesen, müsst ihr nicht zu Amazon klicken, sondern könnt sie im Folgenden hier lesen:

Ich werde meine Rezension darauf auslegen, dass ich den Gillette Body mit dem Gillette Fusion ProGlide Power vergleiche, welchen ich seit ein paar Jahren besitze und ebenfalls zur Entfernung von Körperbehaarung einsetze (für’s Gesicht habe ich einen Elektrorasierer). Die Ersatzklingen des Body sind übrigens einzeln und wasserdicht verpackt, sodass man der Empfehlung Gillettes folgen und sie in der Dusche deponieren kann. Cleverer Schachzug: hat man die Ersatzklinge direkt bei Anwendung unter der Dusche griffbereit, wechselt man sicher häufiger und verbraucht mehr Klingen, was Gillette freuen wird.

Als ich das erste Mal den Gillette Body in die Hand genommen habe, war er erstaunlich leicht und erschien mir dadurch nicht übermäßig wertig sondern eher wie ein Einwegrasierer. Klar, denn der ProGlide Power hat ja auch eine AAA-Batterie eingelegt. Ich habe mich inzwischen an das geringe Gewicht gewöhnt, sehe darin also keinen Nachteil mehr.

Der Body ist wie der Name schon sagt darauf ausgelegt, Körperbehaarung zu entfernen. Dafür bringt er zwei „Features“ mit: das Daumenende sowie einen abgerundeten, generell schmaleren Klingenkopf mit vergrößertem Klingenabstand. Im Einzelnen bedeutet dies, dass das Griffende des Body so geformt ist, dass man gut einen Daumen darauf ablegen kann. Dies ist wohl dann praktisch, um den Rücken für eventuelle Rückenbehaarung besser zu erreichen und mehr Druck auf die Haut ausüben zu können. Ich konnte das zwar mangels fehlender Rückenbehaarung nicht testen, glaube aber, dass das tatsächlich vorteilhaft ist. Der verglichen mit dem ProGlide Power kleinere und abgerundete Klingenkopf hat mich jedoch mäßig überzeugt: Während beim ProGlide Power 5 Klingen ihren Dienst leisten, besitzt der Body nur 3, allerdings stimmt es tatsächlich, dass der vergrößerte Klingenabstand beim Body ein leichteres Auswaschen der Haare ermöglicht. Auf der anderen Seite bedeutet ein kleinerer Klingenkopf auch, dass weniger Fläche auf einmal rasiert werden kann und da ich mit dem größeren Kopf des ProGlide Power nie Probleme hatte irgendwelche Stellen zu erreichen, ist die Klinge für mich ein „unentschieden“. Ich konnte im Vergleich auch nicht ausmachen, dass der Body schneller rasiert (etwa weil die Rasierleistung konstant bleibt, da sich weniger Haare im Klingenkopf verfangen).

Wenn wir schon bei „im Vergleich“ sind: ich habe mir den Spaß erlaubt beide Körperhälften mit je einem Rasierer von Haaren zu befreien und ich sag mal so: beide Rasierer verrichten ihren Dienst anständig und sauber. Allerdings neigt mein Körper auch mit superduper Gillette Rasiergel bei manchen Partien nach der Rasur zu eingewachsenen Haaren, was mich vor einiger Zeit dazu bewogen hat, diese Stellen nicht zu rasieren. Leuten, die ebenfalls solche Probleme haben, sei aber gesagt, dass dieser Umstand leider auch beim Gillette Body nicht ausbleibt. Da ich den Tipp bekommen habe, dass sich dies nur durch konsequent häufiges Rasieren beruhigt, werde ich in einem Langzeittest sehen, ob diese Aussage stimmt.

Zu guter Letzt noch etwas, was Reisende stören wird: der Gillette Body besitzt keine Transportkappe, also eine Abdeckung aus Plastik, um ihn platzsparend und mit geschützter Klinge verstauen zu können. Klar kann man den Rasierer in Küchenpapier einwickeln, aber elegant oder praktisch geht anders. Bei meiner letzten Reise entschied ich mich daher auch lieber wieder für den zwar schwereren aber dank beiliegender Abdeckung besser zu transportierenden Gillette Fusion ProGlide Power.

Zusammengefasst:
+liegt gut in der Hand
+rasiert ordentlich
+Haare leicht auswaschbar
+in der Dusche lagerbare Ersatzklingen
-unnötig kleiner Klingenkopf
-verhindert keine eingewachsenen Haare
-keine Transportabdeckung

Macht für mich insgesamt 3 Sterne (mit Plastikkappe wären es 4, während der ProGlide Power direkt 4 verdient).

Freiwillige vs. erzwungene Mundpropaganda

Ende Juni bekam ich überraschenderweise ein Paket vom Marktforschungsportal trnd.com. Darin enthalten war ein neu erschienener Rasierer der Firma Gillette, passend dazu Ersatzklingen sowie eine ganze Menge Marktforschungsunterlagen aka Propaganda-Material. Ich hatte mich Anfang des Jahres bei trnd angemeldet, weil ich hoffte, das damals vor der Einführung stehende Samsung GALAXY NotePRO 12.2 testen zu können, war jedoch nicht unter den 200 Auserwählten. Außerdem meinte eine Freundin, dass ich doch genau dem trnd-Beuteschema entsprechen würde, schließlich erzähle ich meinen Mitmenschen auch überschwänglich von gewissen WMF-Teigschabern, denn das will man bei trnd: Produkte ausprobieren und dann möglichst vielen Menschen davon berichten, im echten wie im virtuellen Leben.

Nun also der Gillette Body Rasierer speziell für den Mann und dessen Körperbehaarung. In vielen Mails oder Forenbeiträgen auf der Projektseite werden halbwegs kreative Anregungen genannt, wie man sich und den Rasierer ins Gespräch bringen kann (bei der Fußball-WM, im Freibad, beim Grillen oder gar als Spielchen auf Hochzeiten). Und man solle doch bitte gaaaaaanz viele Fotos machen, nicht nur beim Auspacken sondern, ja, auch beim Ausprobieren des Rasierers, um diese dann ins öffentlich einzusehende Portal hochzuladen. Und das taten anscheinend einige der 2500 Projektteilnehmer auch. Ich sag mal, in der Galerie gab es viele Männerbrüste unterschiedlichster Ausprägung in Vorher-/Nachher-Manier zu sehen. Ob ich auch Fotos gemacht habe? Ja für mich persönlich schon, um selbst nachvollziehen zu können, wie gründlich die Rasur ist. Aber für’s Veröffentlichen ist mir sowas zu persönlich. Wohlmöglich liegt es einfach an der Produktart, dass trnd und ich in dem Fall nicht so recht Freunde werden aka ich mich nicht so verhalte, wie trnd es sicher gern hätte: Einerseits darüber bloggen (*hust*, das mach ich hiermit sogar), aber andererseits Leuten den Rasierer zeigen und die im Lieferumfang enthaltenen Fragebögen von ihnen ausfüllen lassen. Das erinnert mich eher an Versicherungsvertreter und Tupperware-Party, worauf ich keine Lust habe und was ich vor allem als Belästigung meiner Freunde empfinde. Außerdem bekomm ich außer dem Testprodukt an sich keine Entlohnung sondern mache das auf freiwilliger Basis, womit wir beim Knackpunkt der Sache wären: Weitererzählen aus Überzeugung und nicht, weil ich’s müsste.

Im Weitererzählen aus Überzeugung bin ich weiterhin gut, wie Freunde und Bekannte erst kürzlich wieder feststellen konnten. Ich war vergangene Woche in meiner Heimat Berlin, besuchte dort unter anderem ein Theaterstück und ging spontan (übrigens ebenfalls auf Empfehlung) allein ins Kino. Bei beiden Events erzählte ich im Anschluss sowohl im Real-Life als auch auf Facebook, wie witzig Gutes Wedding, schlechtes Wedding und gut Boyhood doch seien – ganz freiwillig und vor allem aus der Überzeugung heraus, dass unterstützenswerte Dinge weitererzählt werden sollen. Der Rasierer hingegen ist in Ordnung, aber meiner Meinung nach nichts Besonderes. Doch auch Negatives soll man laut trnd über das Produkt sagen dürfen, die eigene ehrliche Meinung halt und insofern verhalte ich mich vielleicht letztlich doch so, wie trnd es gern gehabt hätte…

Die Twitter-Community für OneNote-Fragen nutzen

Seit meinem Besuch der re:publica im Mai bin ich unter die Twitter-Nutzer gegangen. Ich selbst schrei noch nicht so viele Dinge in die Welt hinaus (muss ja auch nicht), aber es ist prima, um schnell in Kontakt mit Entwicklern zu kommen. Seitdem Microsoft OneNote pusht und spätestens seit der Vorstellung und dem US-Launch des Surface Pro 3 gibt es über Twitter viele Tipps & Tricks im Umgang mit OneNote – und das ist gut so. An dieser Stelle möchte ich einfach nur auf ein paar Accounts verweisen und kurz zusammenfassen, was ich diese Woche an neuen OneNote Tricks dazugelernt habe.

Twitter für OneNote-Fragen benutzen

Twitter-Accounts

In Sachen OneNote folge ich:

Account

Inhalt

@msonenote

offizieller MS-Account, leider viel Marketing

@OneNoteC

Community-betriebener Account mit vielen Workflow-Tricks und „Did you know“-Tipps

@OneNoteDev

Anlaufstelle für Programmierer, die die OneNote-API nutzen wollen

@karstenulferts

privater Account von Karsten Ulferts, dessen Video2Brain-Tutorial für OneNote mein Einstieg war

Ich habe aus diesen 4 Accounts direkt mal eine Liste gebastelt, die ihr auf Twitter abonnieren könnt.

Auf @OneNoteC bin ich erst diese Woche aufmerksam geworden, nachdem sie einen meiner Tweets favorisiert haben. Unter diesem Account werden wirklich sehr brauchbare und kreative Lösungen gesammelt. Ebenfalls stammt von denen auch das OneNote Community Shared Notebook. Der Name ist Programm: Über OneNote online kann hier theoretisch jeder sein OneNote-Wissen in ein großes kollaborativ gepflegtes Notizbuch eintragen (theoretisch deshalb, weil es aktuell nur im readonly-Modus verfügbar ist). Das ist ein wahrer Schatz an Informationen, den ich bisher noch gar nicht groß erkundet habe, aber jedem wärmstens empfehle!

So und jetzt noch eine Auswahl an neuen (Bedien-)Erkenntnissen

Via Twitter neu gelernte Kniffe

F11 für Vollbildmodus

Alt+F1 um aus Notizbuch-Navigation eine Sidebar zu machen

Notizbuchseite als PNG exportieren

Das war’s auch schon. Ich hoffe ich hab euch Twitter als Informationsquelle näher bringen können🙂

Sketching mit OneNote und dem Surface Pro

Während ich im Studium im ersten Semester als Surface Pro 2 Besitzer meist zusätzlich mein iPad mit in die Uni geschleppt habe, versuche ich dieses Semester weitestgehend ein Device zu nutzen: das SP2. Akademische Paper versuch ich mit Drawboard PDF zu lesen und zu annotieren (dazu mal mehr in einem anderen Posting), während ich zum Mitschreiben ja schon länger OneNote verwende. Da ich dieses Semester den Kurs „User Experience Design“ belege und wir dort immer wieder kurze Sketching Exercises bekommen, versuche ich einfach direkt neben meinen Mitschriften die Sketches anzufertigen. Die Vorteile des digital Inkings liegen auf der Hand: man kann mit der Rückseite des Stylus jederzeit Striche wieder löschen (Voreinstellung in OneNote ist der „Pinselstrichradierer“, aber über das Menü „ZEICHNEN“ und dann Radierer kann man auch ganz herkömmlich einen „pixelbasierten“ Radierer auswählen) und vor allem hat man in OneNote quasi Endlospapier und kann einfach zur Seite scrollen, um mehr Zeichenfläche zu nutzen. Natürlich kann man auch Zeichnungen jederzeit verschieben oder vergrößern. Damit das noch besser klappt, wünsche ich mir allerdings die Möglichkeit, Striche zu einer Gesamtzeichnung gruppieren zu können, damit man nicht jedes Mal erst mit dem Lasso-Werkzeug sorgfältig alle zugehörigen Striche markieren muss.

Anbei einfach ein paar „Zeichnungen“ (Disclaimer: digital Inking nimmt einem nicht das gut zeichnen können ab, hier übe ich mal fleißig weiter :D)

MännchenBild

Photo Tracing

Photo Tracing mit Foto

Quelle: Computerbild

Photo Tracing fertiger Trace

Außerdem habe ich bei meiner letzten Zugfahrt spontan meine „Sichtweise“ in OneNote gezeichnet:

Zugfahrt POV

Dabei ist mir aufgefallen, dass es in OneNote immer mal „Clipping“-Fehler gibt, d.h. ich habe mit dem Stift über eine Fläche gezeichnet, aber die vorherige Fläche wird plötzlich wieder an manchen Stellen sichtbar (in der rechten Bildhälfte bei der Sitzlehne und bei der Person). Das ist ärgerlich, aber auf der anderen Seite ist OneNote nun einfach mal kein ausgefeiltes Zeichenprogramm. Für die schnelle Skizze tut es auf jeden Fall!